Mitarbeiter motivieren: 10 erprobte Methoden und Beispiele

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Francisco Fiala

18.12.2023

Mitarbeiter motivieren
Inhaltsverzeichnis
In einer sich ständig wandelnden Welt ist Mitarbeitermotivation immer entscheidender für den Unternehmenserfolg. Ein motiviertes Team ist produktiver, kreativer und engagierter. Doch viele Unternehmen scheitern daran, ihre Mitarbeiter wirklich zu motivieren und auch zu binden. Daher enthüllen wir in diesem Artikel praxisnahe Strategien und bewährte Methoden, um die Begeisterung Ihrer Mitarbeiter zu entfachen. So können Sie eine Arbeitsumgebung schaffen, in der Ihre Mitarbeiter gerne und auch effizient arbeiten. Weiterhin werfen wir in diesem Beitrag einen Blick auf renommierte Unternehmen wie Google und analysieren, wie diese ihre Mitarbeiter motivieren. Am Ende des Beitrags beantworten wir noch häufig gestellte Fragen.

Was ist Mitarbeitermotivation?

Unter Mitarbeitermotivation versteht man eine Vielzahl von Anreizen oder Faktoren, die Mitarbeiter dazu animieren, ihre Tätigkeit engagiert, effektiv und zielgerichtet auszurichten. 

Arbeitgeber und Führungskräfte leisten einen wichtigen Beitrag, um die Leistungsfähigkeit und Bereitschaft ihrer Mitarbeiter möglichst vollumfänglich auszuschöpfen, also die vorhandenen PS auf die Straße zu bringen. 

Laut Reinhard K. Sprenger (Buch: Mythos Motivation) lautet die zentrale Frage der Führungskraft: Wie bekomme ich die ganze Arbeitskraft meiner Mitarbeiter? 

Wie das auf eine Weise funktioniert, die sowohl für Mitarbeiter als auch für Führungskraft von beiderseitigem Vorteil ist, schauen wir uns gleich noch an. 

Warum ist Mitarbeitermotivation unverzichtbar?

Mitarbeitermotivation ist unverzichtbar, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft und Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters hat. 

Unternehmen investieren in der Regel viel Zeit und Geld, um die für das Unternehmen passenden Mitarbeiter zu finden. Sind diese einmal gefunden, herrscht oftmals der Irrglaube, sie würden dauerhaft ihr volles Potential abrufen, unabhängig von äußeren Umständen, wie z.B. nicht zeitgemäßer Führungskultur.

Sobald allerdings wichtige Rahmenbedingungen gegeben sind (z. B.  eine wertschätzende und auch dementsprechend gelebte Unternehmenskultur), fördert dies das Arbeitsklima, was wiederum zu einer höheren Produktivität und auch geringeren Fluktuation führt. 

Auch dem Gespenst der sogenannten “inneren Kündigung”, also der Tatsache, dass der Mitarbeiter zwar weiter im Unternehmen beschäftigt ist, aber emotional und mental bereits innerlich gekündigt hat, wird durch eine bewusste Mitarbeitermotivation entgegengewirkt. 

Wenn jedoch das Engagement und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter als selbstverständlich hingenommen werden, kostet es am Ende umso mehr Geld, Zeit und Nerven. 

Arbeitgeber, Führungskräfte oder Manager sind also gut beraten, z.B. in eine professionelle Führungskultur zu investieren, um höhere Kosten zu vermeiden und dadurch insgesamt die Ziele und den Erfolg des Unternehmens zu gefährden.

Was sind die Unterschiede von intrinsischer und extrinsischer Motivation?

Die extrinsische Motivation funktioniert über Anreize im “außen”, also im Umfeld des Unternehmens. Hier sind vor allem wichtig: 

  • persönliche Anerkennung
  • eine klare und verbindliche Kommunikation auf allen Hierarchieebenen
  • sinnstiftende Tätigkeit
  • berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten
  • eine als angenehm empfundene Arbeitsatmosphäre 
  • und last but not least: eine faire Vergütung

Empfindet ein Mitarbeiter regelmäßige Anerkennung durch wertschätzenden Austausch, wird er durch extrinsische Motivation angetrieben.

Bei der intrinsischen Motivation liegt der Antrieb im eigenen Interesse des Mitarbeiters, also in der Person selbst. Im “innen”. Dies kann zum Beispiel beinhalten:

  • der Wunsch nach einem höheren Gehalt
  • der Wunsch nach Status durch Karriere
  • der Wunsch nach Zeit für Familie

Empfindet der Mitarbeiter Freude an seiner Tätigkeit und erlebt persönliche Erfolge, wird ihn seine Aufgabe befriedigen und motivieren, unabhängig von einem möglicherweise “launigen” Arbeitskollegen. 

Die Frage, ob extrinsische oder intrinsische Motivation effektiver ist, hat keine pauschale Antwort, da dies stark von individuellen Präferenzen und der Natur der Tätigkeit abhängt. Beide Formen der Motivation können jedoch in verschiedenen Kontexten und für verschiedene Menschen wirksam sein.

Extrinsische Motivation, die durch äußere Anreize wie Anerkennung, klare Kommunikation, Entwicklungsmöglichkeiten und angenehme Arbeitsbedingungen geschaffen wird, kann besonders in Umgebungen wichtig sein, in denen die Aufgaben nicht von Natur aus intrinsisch interessant sind. Eine faire Vergütung ist oft eine grundlegende Voraussetzung, um die Existenzgrundlagen zu sichern und das Wohlbefinden zu fördern.

Auf der anderen Seite kann intrinsische Motivation, die aus persönlichem Interesse, Freude an der Tätigkeit und persönlichen Erfolgen resultiert, langfristig nachhaltiger sein. Mitarbeiter, die ihre Arbeit als sinnstiftend und erfüllend empfinden, neigen dazu, intrinsisch motiviert zu sein. Diese Form der Motivation kann zu einer tieferen Bindung an die Arbeit führen, da sie auf persönlichen Werten und Zielen basiert.

Mitarbeiter motivieren - Tipps & Methoden

Was motiviert Mitarbeiter am meisten: 10 Tipps und Methoden

Die Motivation von Mitarbeitern ist eine ganzheitliche und systemische Angelegenheit. Den einen Tipp (DIE Wunderlösung) gibt es daher leider nicht. Vielmehr kommt es auf viele, scheinbar selbstverständliche Faktoren an, die in der Praxis aus vielerlei Gründen jedoch oftmals vernachlässigt werden. Schauen wir uns das nun genauer an: 

In zahlreichen Klienten Gesprächen stelle ich immer wieder fest, welchen Stellenwert Anerkennung und persönliches Feedback haben. Ebenso ist die Bedeutung von Führung nach wie vor immens, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Empathie und Augenhöhe sind unabdingbare Grundeigenschaften, auf die ich regelmäßig in meinen Coachings eingehe.

1. Lob und Anerkennung

Mitarbeiter brauchen aufrichtiges Lob und Anerkennung. Echtes Interesse an den Menschen zeigen, sich Zeit nehmen für ihre Themen und ein wertschätzender Austausch sind absolute “Gamechanger”. Als Eselsbrücke gilt die Formel 90/10. 90% positiv und wertschätzend kommunizieren und lediglich 10% ehrliche und respektvolle Rückmeldungen. Ebenso ist es hilfreich, Mitarbeiter bei Erfolgen öffentlich anzuerkennen.

2. Perspektiven aufzeigen

Berufliche Perspektiven im Unternehmen aufzeigen und Karrierepläne und Aufstiegschancen in realistischen Zeitachsen offen kommunizieren: Das motiviert Mitarbeiter wirklich! Dadurch haben Mitarbeiter ein Ziel vor Augen, dass sie anstreben können, was zu einem höheren Engagement in ihrer Arbeit führt und nachhaltig ihre Motivation fördert. Mitarbeiter, die sehen, dass ihre berufliche Entwicklung gefördert wird, neigen eher dazu, langfristig dem Unternehmen treu zu bleiben. 

3. Sinnhaftigkeit im Kontext darstellen

Wenn Mitarbeiter verstehen, inwiefern ihre Arbeit einen positiven Einfluss auf das Unternehmen hat, sind sie motivierter und engagieren sich mehr für ihre Aufgaben.

Daher ist wichtig: Ein regelmäßiger Austausch darüber, welchen Beitrag zum Gesamterfolg der einzelne Mitarbeiter leistet. Sinnstiftende Tätigkeit ist hier das Stichwort. Dies gibt den Mitarbeitern das Gefühl von Bedeutung und Zweck. 

4. Strategie und Ergebnisse des Unternehmens kommunizieren

Mitarbeiter möchten wissen, wie das Unternehmen wirtschaftlich steht und welche Änderungen geplant sind. Die Kenntnis über die Ziele eines Unternehmens gibt den Mitarbeitern eine klare Richtung und Orientierung. Sie verstehen, wohin das Unternehmen strebt, und können ihre individuellen Ziele darauf ausrichten. Das gibt Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit und steigert nachhaltig die Motivation. Daher gilt: Unternehmensziele und Entwicklungen transparent kommunizieren. 

5. Führungsstil anpassen

Eine moderne Führungskraft zeichnet sich durch Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und eine offene kooperative Herangehensweise aus. Dies heißt:

  • Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen
  • Ideen von Mitarbeitern fördern und umsetzen
  • Expertenwissen im Team zulassen

Moderne Führungskräfte orientieren sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und berücksichtigen die Veränderungen der Arbeitswelt. Erfolgreiche und wirksame Führung hängt wesentlich von der gelebten Unternehmenskultur und den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter ab. Daher gilt: Eine zeitgemäße Führungskultur pflegen.

6. Teamspirit fördern

Damit sich Teammitglieder mehr mit dem Unternehmen identifizieren, gilt es regelmäßige Teamevents und wiederkehrende Teambuilding-Veranstaltungen zu organisieren. Des Weiteren ist es ratsam, eine positive und unterstützende Teamkultur zu pflegen. Dazu gehört auch, dass Mitarbeiter individuelle Fehler transparent und ohne Scheu kommunizieren können, ohne Sorge bloßgestellt zu werden.

7. Faire Vergütung

Eine leistungsgerechte, faire Vergütung und transparente Leistungsbeurteilung ist von großer Bedeutung. Natürlich ist es den Mitarbeitern wichtig, für Ihre Arbeit auch angemessen entlohnt zu werden. Häufig verlieren Firmen kompetente Mitarbeiter, da sie ihnen zu wenig zahlen. Und haben anschließend sogar höhere Kosten. Eine Gehaltserhöhung ist meist günstiger als die Kosten, um eine neue geeignete Arbeitskraft zu finden und diese entsprechend einzuarbeiten. 

8. Flexibilität

Ein flexibles Arbeitsumfeld und die Möglichkeit auf Remote-Arbeit und flexible Arbeitszeiten haben gerade seit der Pandemie einen hohen Stellenwert erlangt. Dies sollte genauso berücksichtigt werden, wie die vielgerühmte Work-Life-Balance. Nachfolgende Generationen möchten im Hier und Jetzt leben, im Gegensatz zu früheren Generationen wie beispielsweise die Babyboomer, die ihr Berufsleben ausschließlich darauf ausrichten, einen wohlverdienten Ruhestand zu erleben.

9. Up to date

Wenn die Arbeitsumgebung nicht nach aktuellen technologischen Standards ausgerichtet ist, kann das für Mitarbeiter zermürbend sein. Moderne Tools und Technologien sollten bereitgestellt werden, um die Arbeit effizienter zu gestalten. Ebenso ist es sinnvoll, digitale Plattformen für Kommunikation und Zusammenarbeit einzuführen. 

10. Vertrauen aufbauen

Hier der wichtigste Tipp:  Ohne vertrauensbildende Maßnahmen fühlen sich Mitarbeiter nicht sicher und aufgehoben. Eine verlässliche Zusammenarbeit ist so undenkbar.

Eine bewährte Motivations-Methode ist eine etablierte Feedback-Kultur. Durch ein wertschätzend und konstruktiv geführtes Feedback gehen Mitarbeiter gestärkt und nachhaltig motiviert heraus und fühlen sich als Teil des Unternehmens. 

Gepaart mit Verbindlichkeit und Respekt ist dies eine essenzielle Methode zur Mitarbeitermotivation. 

Eine weitere vertrauensbildende Maßnahme ist es, als Führungskraft eigene Fehler einzugestehen. So simpel es klingt, aber es fördert das Wir-Gefühl und stärkt den Teamgeist.

Mitarbeiter motivieren - Mitarbeiter lange Zeit unmotiviert

Was kann ich tun, wenn ein Mitarbeiter lange Zeit unmotiviert zur Arbeit kommt?

In diesem Fall ist es wichtig, einfühlsam und proaktiv zu handeln, um mögliche Ursachen zu identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Motivation zu ergreifen. 

Wenn Sie als erstes das Gespräch suchen, nehmen Sie sich ausreichend Zeit und zeigen ernsthaftes Interesse. 

Dadurch ermutigen Sie ihn, offen über seine Gefühle, Herausforderungen und Bedenken zu sprechen. Finden Sie heraus, warum der Mitarbeiter demotiviert ist? 

Liegt es an der Arbeitsbelastung, mangelnder Anerkennung, persönlichen Problemen oder anderen Faktoren? 

Zeigen Sie Verständnis und geben Sie ein konstruktives, ehrliches Feedback und betonen Sie vor allem positive Aspekte. 

Arbeiten Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter schließlich an realistischen, motivierenden Zielen, um seine persönlichen und beruflichen Ambitionen zu unterstützen. 

Planen Sie darüber hinaus regelmäßige Follow-up Gespräche, um Fortschritte zu überprüfen, Feedback zu geben und wenn nötig weitere Anpassungen vorzunehmen. Schaffen Sie stets einen Raum des Vertrauens und der Anerkennung.

In meiner Erfahrung als Berater, der jahrelang Führungskräfte gecoacht hat, fällt mir immer wieder auf: 

Viele Führungskräfte nehmen sich kaum Zeit, um ihre Mitarbeiter wirklich zu verstehen, zu fördern oder ihnen das Gefühl zu geben, ein wichtiger Teil des Unternehmens zu sein, denn der Alltag ist vollgestopft mit Terminen und Zeitdruck.

Dies ist mitunter der häufigste Grund, warum Mitarbeiter nicht motiviert sind und daher auch nicht performen. Das wiederum wirkt sich negativ auf die Umsätze des Unternehmens aus.

Falls Sie aktuell Probleme mit der Mitarbeiterbindung oder der Performance von einzelnen Mitarbeitern haben, können Sie mich gerne unverbindlich zu einem 45 – minütigen Analysegespräch kontaktieren. Rufen Sie mich unter 0172 4356202 an oder schreiben mir ein Mail an info@fiala-coaching.de 

Dies biete ich kostenlos an, um Ihnen einen ersten Überblick zu verschaffen, was Sie in Ihrem individuellen Fall verbessern können.

Mitarbeiter motivieren - 10 Beispiele von anderen Unternehmen

Mitarbeiter nachhaltig motivieren und binden: Beispiele aus 10 Unternehmen

1. Wie Google seine Mitarbeiter motiviert

Googles Aktivitäten zielen darauf ab, eine positive und motivierende Arbeitsumgebung zu schaffen. Hier einige Beispiele: 

Innovationsförderung: Google motiviert seine Mitarbeiter dazu, kreativ zu sein und ermutigt, eigene Ideen einzubringen.

Selbstentfaltung: Mitarbeiter bekommen die Freiheit, Projekte zu wählen, an denen sie mitwirken möchten.

Mitarbeiterbeteiligung: Das Unternehmen legt großen Wert auf die Meinung seiner Mitarbeiter und fördert deren Beteiligungen an Entscheidungsprozessen.

2. Wie Salesforce seine Mitarbeiter motiviert

Wie motiviert Salesforce seine Mitarbeiter? Antwort: “Ohana Kultur”. Der Begriff kommt aus Hawaii und betont den Zusammenhalt, aber auch die Verantwortung aller Familienmitglieder. 

Diese Werte und Prinzipien gehören zur DNA von Salesforce und wurden bereits bei der Gründung des Unternehmens festgeschrieben. 

Durch die Schaffung eines “Wir-Gefühls” und weitere Benefits wie die Möglichkeit, sich für soziale Projekte (bezahlt) freistellen zu lassen, punktet Salesforce bei seinen Mitarbeitern. Diese Elemente werden ebenfalls auch in den Arbeitsverträgen festgelegt. 

Somit wird Identifikation und Sinnhaftigkeit sichergestellt.

3. Wie Microsoft seine Mitarbeiter motiviert

Microsoft fördert die Flexibilität seiner Mitarbeiter durch die Bereitstellung von Remote-Arbeitsmöglichkeiten und flexiblen Arbeitszeiten. Gleichzeitig setzt das Unternehmen einen klaren Fokus auf kontinuierliche Weiterbildung und unterstützt gezielt die berufliche Entwicklung jedes Einzelnen.

4. Wie Zappos seine Mitarbeiter motiviert

Auch bei Zappos gilt das “We are Family” Prinzip. Alle Mitarbeiter genießen den gleichen Status, Titel und Hierarchien sind weitestgehend abgeschafft. Der Grundsatz “Arbeit muss Spaß machen“ findet sich in vielen Bereichen wieder. 

Jeder Mitarbeiter darf sich z.B. seinen Arbeitsplatz so gestalten wie er möchte und Erfolge werden mit gemeinsamen Partys gefeiert. Zusätzlich steht allen Vollzeitmitarbeitern ein persönlicher Life Coach zur Verfügung, um individuelle persönliche Ziele zu unterstützen und zu erreichen.

5. Wie HubSpot seine Mitarbeiter motiviert

Bei HubSpot legt man viel Wert auf Flexibilität, Autonomie und Transparenz.Im Rahmen einer arbeitnehmerfreundlichen Umgebung bietet HubSpot z.B. unbegrenzten Urlaub sowie die Möglichkeit alle fünf Jahre zusätzlich ein einmonatiges Sabbatical obendrauf zu nehmen. Das bedeutet sehr viel Freiheit, setzt aber auch sehr viel Vertrauen voraus.

Durch interne Schulungen und Kurse fördert das Unternehmen aktiv das Lernen und die persönliche Entwicklung seiner Mitarbeiter. Die Stärkung des Teamgeistes steht im Fokus, wobei regelmäßige Veranstaltungen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch deren Freunde und Familienmitglieder einbeziehen. 

Dies trägt maßgeblich zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und der Identifikation mit HubSpot bei und stellt einen entscheidenden Bestandteil der Mitarbeitermotivation dar. 

Zusätzlich ist eine transparente interne Kommunikation, die auf allen Hierarchieebenen fest verankert ist, ein integraler Bestandteil der Führungskultur von HubSpot und findet sich in den grundlegenden Leitlinien des Unternehmens wieder.

6. Wie Zoom Video Communications seine Mitarbeiter motiviert

Es liegt nahe, dass Zoom großen Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle und remote Arbeitsplätze legt. Daher wird auch die Eigenverantwortung aller Mitarbeiter gefördert und außerordentlich großen Wert auf die Gesundheit aller Mitarbeiter gelegt. Dies wird u.a. durch umfangreiche Sport- und Wellnessprogramme unterstützt.

7. Wie Spotify seine Mitarbeiter motiviert

Förderung von Teamgeist und Kollaboration wird bei Spotify großgeschrieben. Beispielsweise fokussieren sich Führungskräfte auf Coaching und Mentoring. Hindernisse werden gemeinsam beseitigt. Auf plumpe Top-Down-Anweisungen wird größtenteils verzichtet. Zur DNA von Spotify gehört ebenfalls eine transparente Fehlerkultur. Hinzu kommt: Die flexiblen Arbeitsbedingungen und eine lockere Arbeitsumgebung erhöhen die Zufriedenheit und Motivation noch weiter. 

8. Wie Tesla seine Mitarbeiter motiviert

Tesla fördert die Beteiligung seiner Mitarbeiter am Unternehmenserfolg durch ein Mitarbeiter-Aktienprogramm. Ein zentraler Grundsatz von Tesla besteht darin, sich zu verweigern, Dinge einfach deshalb zu tun, weil sie schon immer so getan wurden. Dieser Ansatz spiegelt die Unternehmensphilosophie wider, die auf fortwährender Weiterentwicklung, kreativem Denken und der Bereitschaft zur Veränderung basiert. Tesla ermutigt seine Mitarbeiter, nicht nur Teil des Unternehmens, sondern auch aktive Gestalter einer zukunftsorientierten, innovativen Vision zu sein.

9. Wie Adobe seine Mitarbeiter motiviert

Adobe wird regelmäßig für seine hervorragenden Arbeitsbedingungen und seine Mitarbeiterführung mit dem Siegel „Grace Place to Work” ausgezeichnet. Eine kreative Arbeitsumgebung, Betonung von Diversität sowie die Förderung von Work-Life-Balance durch flexible Arbeitsbedingungen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensphilosophie. Ein Grundsatz von Adobe ist der Kerngedanke, dass eine Customer Experience schon beim Mitarbeiter anfängt. Konkret bedeutet das, dass nur durch einen Unternehmenskultur, welche die Mitarbeiter mitnimmt und fördert, herausragende Kundenerlebnisse generiert werden können.

10. Wie IKEA seine Mitarbeiter motiviert

Das Unternehmen legt großen Wert auf Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen für alle Mitarbeiter, unabhängig von ihrer Position. Ein grundlegender Führungsgrundsatz bei IKEA lautet, dass Führung durch Handeln erfolgt, nicht durch die Position. Das bedeutet, dass Führungskräfte bei IKEA stets die Initiative ergreifen, mit gutem Beispiel vorangehen und sich nicht hinter Zahlen und Excel-Tabellen verstecken. Vielmehr sollen sie als Vorbild dienen und so eine inspirierende Quelle für alle Teammitglieder sein. Dieser Ansatz spiegelt die Philosophie von IKEA wider, die auf einer starken gemeinschaftlichen Ausrichtung und einer Führung durch aktives Engagement basiert.

Was heute nicht mehr ausreicht, um Mitarbeiter zu motivieren

In der „Old Economy” wurde vielfach eine Kombination verschiedener Anreize gewählt, die jedoch i.d.R.  “monetäre Hintergründe” hatten. Die individuelle, persönliche Motivation eines einzelnen Mitarbeiters wurde vernachlässigt. Während monetäre Anreize natürlich nach wie vor noch ein wichtiger Faktor für Mitarbeiter sind, reichen diese für viele Mitarbeiter nicht mehr aus, um auch langfristig motiviert und am Unternehmen gebunden zu bleiben. 

Fazit: Gute Mitarbeitermotivation = Unternehmenserfolg

Eine zeitgemäße und auf persönliche Bedürfnisse ausgerichtete Mitarbeitermotivation ist unabdingbar, wenn das gesamte Leistungspotenzial Ihrer Mitarbeiter abgerufen werden soll. Es ist wichtig zu erkennen, dass der Hebel, wie Motivation funktioniert, sich im Vergleich zu der Baby-Boomer-Generation geändert hat. Eine neue und moderne Führungskultur ist notwendig, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erkennen und darauf einzugehen. In dieser neuen Führungskultur spielt bei weitem nicht nur das Gehalt eine wichtige Rolle.

Daher meine Empfehlung: Probieren Sie die Methoden aus diesem Beitrag aus. Sie werden vermutlich überrascht sein, wie viel wohler sich Ihre Mitarbeiter fühlen und wie viel leistungsfähiger sie sein werden.

Aus jahrelanger Erfahrung als Coach und Berater weiß ich allerdings auch: Viele Führungskräfte und Personaler tun sich schwer, die nötigen Maßnahmen auf eigene Faust umzusetzen. Sie wissen nicht, an welchem Punkt sie in Ihrem individuellen Fall ansetzen sollen.

Daher verschieben sie das Thema Mitarbeitermotivation nach hinten. Oftmals verpassen sie es so, eine zeitgemäße Firmenkultur aufzubauen, die gute Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen bindet. Für Führungskräfte bedeutet das im Endeffekt: Mehr Zeit, Geld und Nerven. 

Aus diesem Grund biete ich Führungskräften und Personalern ein 45-minütiges Analysegespräch an, in dem ich mir die individuelle Situation genauestens anschaue und einen Plan entwickle, wo und wie genau angesetzt werden sollte. Dieses Analysegespräch biete ich kostenlos ein. Rufen Sie mich einfach an unter 0172 4356202 oder schreiben Sie mir eine Mail an info@fiala-coaching.de.

Häufig gestellte Fragen

So können Mitarbeiter am Arbeitsplatz motiviert werden: 

  • Anerkennung für gute Leistungen
  • Entwicklungsmöglichkeiten und beruflicher Fortschritt
  • Sinnhaftigkeit und Identifikation mit der Unternehmensmission
  • Ein positives Arbeitsumfeld und gute Beziehungen zu Kollegen
  • Transparenz in der Arbeitsplatzkultur
  • angemessene Vergütung und Zusatzleistungen

Das ist kurz und mittelfristig möglich. Wenn Anerkennung, Wertschätzung, die Möglichkeit zur beruflichen und persönlichen Entwicklung und sinnstiftende Tätigkeiten in einem angenehmen Arbeitsplatzumfeld gegeben sind, wissen Mitarbeiter das zu schätzen. 

Eine Führungskraft kann sehr effektiv motivieren, indem er eine nachhaltige Vertrauenskultur mit seinem Team pflegt. Dazu gehört:

  1. eine klare Kommunikation
  2. ehrliche Anerkennung
  3. auf individuelle Bedürfnisse eingehen
  4. Verbindlichkeit
  5. sich selbst als nicht unfehlbar ausgeben und offen dazu stehen
  6. Expertenwissen innerhalb seines Umfeldes zulassen und anerkennen

Mitarbeiter interessieren u.a. welche Entwicklungen und Ziele verfolgt das Unternehmen, welche Unternehmenskultur wird gelebt und passt das alles zu meinen Werten als Mitarbeiter. Des Weiteren sind berufliche Perspektiven wichtig, Sicherheit des Arbeitsplatzes und wie das Unternehmen zu persönlichen Themen steht.: Z.B. Work-Life, Home-Office, Kita, Sabbatical, etc.

Mitarbeiter suchen heute vor allem nach Sinnhaftigkeit in ihrer Tätigkeit, Flexibilität bei der Arbeit, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Anerkennung und Wertschätzung, Möglichkeit zur Mitbestimmung und eine vertrauensvolle und angenehme Arbeitsatmosphäre bei fairer Vergütung.

Es geht um eine klare, verbindliche Kommunikation, die Vertrauen und Verlässlichkeit fördert, Wertschätzung und Anerkennung, positive Arbeitsatmosphäre und faire Vergütung. Ebenso ist es von großer Bedeutung, die Aufgaben klar zu definieren und die Erwartungen an die Mitarbeiter klar zu kommunizieren. Damit einhergehend: Eine regelmäßige Überprüfung der Arbeitslast und ggf. Anpassungen.

Ja, zufriedene Mitarbeiter sind motivierter und eher bereit, ihr persönliches Potential voll auszuschöpfen und die berühmte Extra-Meile in kritischen Phasen zu gehen. Ihr Engagement und Produktivität wachsen exponentiell.

Bei der Mitarbeiterbindung geht es um einen ganzheitlichen Ansatz, der darauf abzielt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, indem sich die Mitarbeiter geschätzt, unterstützt und langfristig engagiert fühlen. Alle Bausteine sollten im Fokus stehen. Dazu gehören: 

  1. Wertschätzung und Anerkennung
  2. Schaffung eines angenehmen und sicheren Arbeitsumfeldes
  3. eine verbindliche, offene und klare Kommunikation auf allen Hierarchieebenen pflegen
  4. Feedback Mechanismen für Mitarbeiter.
  5. eine attraktive und faire Vergütung,
  6. Work-Life-Balance
  7. eine werteorientierte Unternehmenskultur
  8. Teambuilding Maßnahmen zur Förderung des Wir-Gefühls


Wenn einzelne Bausteine fehlen, können andere funktionierende Faktoren das auf Dauer nicht ausgleichen.

Die Förderung der Leistungsbereitschaft erfordert eine sorgfältige und respektvolle Herangehensweise. Wichtig ist es z.B. klare und erreichbare Ziele zu formulieren, damit Mitarbeiter wissen, was von ihnen erwartet wird. Auch möchten Mitarbeiter gemäß ihren Stärken eingesetzt werden. Dies führt zu Erfolgserlebnissen, steigert die Produktivität und fördert die Motivation. Ebenso schätzen Mitarbeiter die Möglichkeit selbständig Entscheidungen zu treffen. Und schließlich ist es außerordentlich zielführend, Anreizsysteme zu schaffen, sei es durch finanzielle Belohnungen, Anerkennung oder andere Formen der Wertschätzung.

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